Gynäkologische Zytodiagnostik

Die gynäkologische Zytodiagnostik leistet einen entscheidenden Beitrag zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs und seiner Vorstufen.

Die Untersuchung der Zellen von Abstrichen der Cervix uteri (Gebärmutterhals) ist derzeit die optimalste Methode einer Krebsfrüherkennung. Ziel ist es, die Vorstufen (Präkanzerosen) des Gebärmutterhalskrebses rechtzeitig zu erkennen und eine Therapieempfehlung für die /den behandelnde(n) Frauenärztin/Arzt zu geben, um die Entstehung eines Krebses zu verhindern.

In den letzten Jahren wurden verschiedene zusätzliche Verfahren entwickelt, um die Effektivität der zytologischen Diagnostik zu verbessern. Dazu gehört der Einsatz immunzytologischer Marker zur Charakterisierung der Veränderung und die Virusdiagnostik (Humanes Papilloma Virus –HPV).

Eine weitere Möglichkeit der Verbesserung des Zellabstriches ist der Einsatz der flüssigkeitsbasierten Zytologie (z.B.ThinPrep).

AIV in Zellen von Genitalabstrichen

Atlas of exfoliative cytology - G.N. Papanicolaou (1954)

Konventionelle Zytologie

 Die Frauenärztin/der Frauenarzt entnehmen mit einem Abstrichinstrument (Spatel und Bürste) Zellen des äußeren und inneren Muttermundes (Gebärmutterhals) und streichen diese auf einem Glasplättchen (Objektträger) aus und konservieren das so gewonnene Zellmaterial.

Dieses Material wird im Labor der zytologischen Praxis aufbereitet, gefärbt und unter dem Mikroskop gewissenhaft untersucht. Dabei wird von unseren erfahrenen Zytologieassistenten/innen nach Veränderungen in den Zellen gesucht, die mögliche Zeichen einer Krebsvorstufe aufweisen. Die zytologische Diagnose erstellen die Zytologinnen und teilen dies der Ärztin/dem Arzt in ihrem Befund mit, der auch eine Empfehlung zur Kontrolle /Therapie enthält.

Flüssigkeitsbasierte Zytologie (Dünnschichtzytologie)

Bei dieser Methode werden die gewonnenen Zellen in ein Flüssigmedium übertragen und hier konserviert. Das Untersuchungsgut wird im Labor der zytologischen Praxis nach einer speziellen Methodik aufgearbeitet, auf einen Objektträger gebracht und entsprechend weiter behandelt.

Infolge dieser Aufbereitungsart erhält man reproduzierbare Ausstriche, die sehr viel weniger Überlagerungen aufweisen und damit optimaler unter dem Mikroskop zu beurteilen sind. An dem in der Flüssigkeit verbliebenem Zellmaterial kann man zusätzliche Untersuchungen, wie z.B. die Immunzytologie und einen HPV-Test durchführen, wenn die zytologische Diagnose einen auffälligen Befund ergeben hat, ohne dass die Patientin die Ärztin/den Arzt kurzfristig nochmals aufsuchen muss.

Immunzytologie

Wiederholt auffällige Abstriche können mit dem Einsatz immunzytologischer Marker untersucht werden, um festzustellen, ob die Veränderungen in den Zellen bereits manifest und deshalb eine Rückbildung der Atypien eher unwahrscheinlich ist. Diese Untersuchung kann eine Hilfe für die Entscheidung zu einer Therapie sein.

Unsere Praxis arbeitet mit CINtec® Plus. Dies ist ein immunzytochemischer Test mit einer Biomarker-Kombination aus Antikörpern (p16 und Ki67), der eine Abgrenzung zwischen reaktiven Veränderungen und hochgradigen Vorstufen des Zervixkarzinoms ermöglicht.

HPV-Test

Mit dem HPV Test kann nachgewiesen werden, ob bei einer Patientin eine Infektion mit einem HP-Virus (Humanes Papilloma Virus) vorliegt. Dabei ist entscheidend, ob es sich um einen Virus –Typ mit hohem Entartungsrisiko handelt (high-risk Typen - "HPV hr").

Wir wenden in unserer Praxis den HC II Test an, mit dem wir das überwiegende Spektrum der Hochrisikotypen der HP Viren erfassen und somit für die Patientinnen eine Aussage zu einer möglichen Virusinfektion machen können.

Zusammen mit der Immunzytologie ist der HPV-Test ein Baustein der zytologischen Diagnostik.

Leistungsspektrum

Gynäkologische Zytodiagnostik im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchung Frauen (KFU-Frauen)

Zytologie der Vulva und Vagina

Endometriumzytologie

Urinzytologie

Zytologie der Schilddrüse

Zytologie der Brust

Mundschleimhaut

HPV-Test

CINtec® Plus

Services

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